Berlin: Friedenserziehung mit dem Iran?

Freedom 04.11.2009 16:22
In Berlin soll eine "Deutsch-Iranische Lehrerkonferenz" der Völkerverständigung und der Friedenserziehung dienen.
Veranstaltet wird das Ganze von einem Gymnasium einer Privatstiftung, die dem Diakonischen Werk angehört, dieses bewarb auch kurzzeitig die umstrittene Konferenz. Bei der Eröffnung wird u.a. auch der Botschafter der "Islamischen Republik Iran" als Re3dner auftreten.
Siehe hierzu:

 http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=195

Zwischenzeitlich hat die Diakoni allerdings die Veranstaltungsankündigung von ihrer Website genommen. Die Stiftung hält aber an der Durchführung fest. Menschenrechtsgruppen, Exil-Iraner sind entsetzt. Das iranische Regime ist nicht nur durch brutale Menschenrechtsverletzungen, Hinrichtungen von Oppositionellen, Frauen, Homosexuellen berüchtigt, sondern auch weil etwa die Leugnung des Holocausts und Kriegsdrohungen zur Staatsdoktrin gehören.

Der Berliner Senat scheint darin kein Problem zu sehen, wie Antworten der Pressestelle der zuständigen Senatsverwaltung auf Medienanfragen dokumentieren:

 http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=234

Das entsprechende Privatgymnasium blieb die Antwort auf Medienfragen gänzlich schuldig.
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Ergänzungen

auch ein iranischer Lehrer

Entdinglichung 04.11.2009 - 17:24
Farzad Kamangar, Lehrer, Gewerkschafter und Menschenrechtsaktivist, wegen angeblicher Mitgliedschaft in der PKK vom Mullah-Regime zum Tode verurteilt:  http://www.ei-ie.org/en/urgentactionappeal/show.php?id=12&country=iran

Menschenrechte und Krieg

amx 05.11.2009 - 00:40
Wenn man die schlechte Menschenrechtslage in Iran kritisiert, sollte man auch erwähnen, dass diese von Ländern wie Deutschland als Vorwand genommen wird, um den iranischen Staat zu destabilisieren. Sonst läuft man immer Gefahr, dass richtige Kritik für eine falsche (Kriegs-)Politik vereinnahmt und missbraucht wird. Gerade Deutschland ist nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, Iran mittels Schüren ethnischer Konflikte (wie man es bereits in den 90ern mit Jugoslawien tat) zu destabilisieren:

 http://terrorexperte.blogspot.com/2009/10/deutschland-fuhrt-krieg-gegen-iran.html

Dialog

Derandere 15.11.2009 - 21:55
Bei aller berechtigter Kritik sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Dialog besonders mit Lehrern finde ich wichtig, weil auch da das Bild von Menschen verändert werden kann. Es bringt Nichts, alle Dialogbrücken abzubrechen. Die Veranstaltung wird von der Unesco, vom Auswärtigen amt und vom Berliner Senat unterstützt und gefördert, alles Stellen die beides tun, Kritik an den Vorgängen im Iran und Dialog um diese zu verändern.

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